Homeoffice als Chance für Menschen mit Einschränkungen

Eine beschleunigte Digitalisierung + Homeoffice bieten reichlich Potential für Inklusion.

3 minutes read
Bild_zu_Homeoffice_Inklusion

Die Notwendigkeit der Digitalisierung von Arbeitsschritten als auch der Etablierung vom dauerhaften Homeoffice bietet eine Vielzahl an Chancen für unsere Gesellschaft. Ein bislang wenig im Vordergrund stehender Bereich ist die Inklusion von Personen mit körperlichen Einschränkungen.

Ein fehlender Fahrstuhl zum Büro, gar an der naheliegender U-Bahn Station stellen am heutigen Tag kein Hindernis mehr dar. Auch ist ein Umbau von Sanitäranlagen oder der sonstigen räumlichen Gegebenheiten keine primäre Notwendigkeit mehr – folglich auch keine Ausrede.

Die Digitalisierung als auch das Arbeiten von zu Hause stellen eine einzigartige Gelegenheit der Integration von Menschen mit zeitlichen, körperlichen und geographischen Besonderheiten dar. Kreative, kommunikative als auch technische Aufgabenbereiche, um einige Beispiele zu nennen, sind auch aus dem Homeoffice optimal zu gewährleisten. Die Herausforderungen des kollaborativen Arbeiten auf Distanz haben wir in 2020 erfolgreich gemeistert. Wir haben daraus gelernt, sind daran gewachsen und bereit die Grenzen des Altbekannten hinter uns zu lassen.

Die Einbeziehung von Personen aus den verschiedensten Orten Deutschlands, Frauen und Männern mit körperlichen Einschränkungen – ist eine Aufgabe unserer Gesellschaft.

Der partiell rückläufigen verpflichtenden Quote zur Einbindung von Menschen mit Einschränkungen entgegentretend wäre eine Erweiterung dieser im Kontext der Variabilität von Telearbeit. Eine Alternative, die von der Politik als Anreiz gestellt werden könnte. Gerade im Vergleich mit anderen europäischen Ländern zeigt sich, welche vielfältigen, neuen Möglichkeiten es gibt, soziostruktukturelle Probleme zu lösen. 

„Die Arbeit im Homeoffice mit digitalen Hilfsmitteln biete großes Potential für Inklusion, heißt es in einer nicht-repräsentativen Studie der „Aktion Mensch“ aus dem November 2020. „Nicht nur trifft Corona das Arbeitsleben von Menschen mit Behinderung hart. Auch unabhängig von der Pandemie ist ihr Armutsrisiko in den letzten 15 Jahren kontinuierlich angestiegen“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel.

Als erster Schritt zum Vorschlag der Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, für die „Verpflichtung von bestimmten Arbeitgebern zur Barrierefreiheit“, wäre die staatliche Förderung eines der Einschränkung gerechten Arbeitsplatzes im Homeoffice. Im Hinblick auf die potentielle langfristige Einbindung am Arbeitsmarkt als auch der finanziellen Unabhängigkeit, stellt die initiale personenspezifische Förderung eine sehr gute Investition dar. Ganz unabhängig vom sozialen Aspekt, der Förderung von Gleichheit in unserer Gesellschaft.

Auch ein Gedanke im Kontext der übergreifenden Integration an Bildungsstätten – frei von direkten Barrieren, frei von subjektiven Grenzen.

Aus der Krise gestärkt und vereint hervorgehen sollte das Ziel dieses Jahres sein.

let‘s be #open. today & tomorrow. #united in diversity.

Nikita Gribenko | Finance Director Shanghai.Berlin / Interlutions

Teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.