E-Mail-Marketing – der krisenresistente Dauerbrenner?

Oder gar Gewinner des pandemiebedingten Lockdowns? Eine Analyse mit Tipps zur Sichtbarkeit.

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FraumitHandy(Emailmarketing)

Schon oft wurde an vielen Stellen – auch in unserem Blog – über die sich verändernden Marktbedingungen durch die Corona-Pandemie gebloggt, gesprochen und debattiert. Es gab Verlierer, Gewinner und vieles dazwischen. Wo reiht sich hier wohl E-Mail-Marketing ein?

Es steht außer Frage, dass die sich überschlagende Nachrichtenlage und diverse Lockdowns immer wieder alles auf den Kopf stellen. Egal ob Lockdown light oder heavy. Gleichzeitig zeigt uns diese Krise, wie wichtig gerade im Brand und Produktmarketing ein direkter Draht zu den Verbraucher*innen ist. Das war vor Corona so und wird danach auch so sein. Und es ist eine Erfolgsgeschichte, die man eigentlich nicht oft genug hervorheben kann.

Erfolgsgeschichte E-Mail-Marketing

Warum gerade jetzt? Zum einen führt das krasse Herunterfahren des gesellschaftlichen Lebens zu einem Übermaß an verfügbarem Zeitbudget. Zum anderen überfluten Nachrichten, User-generated Content und neue Produkte und Marktteilnehmer, die den Sprung von offline zu online für sich genutzt haben, die sozialen Netzwerke. Wer hier in der glücklichen Position ist, sich in einem konkurrenzärmeren Umfeld direkt an seine Kund*innen zu wenden, kann selbst Themen setzen. Und wenige Plätze in der digitalen Welt eignen sich dafür besser, als die Inbox der User*innen. Folglich ist einer dieser Kanäle, deren Bedeutung sich höchstens noch vergrößert hat, das gute alte E-Mail-Marketing.

Bereits im ersten Lockdown konnte über alle Anbieter hinweg ein deutliches Plus beim Mailverkehr festgestellt werden. Von teilweise 40% und mehr war zu lesen. Der erneute Lockdown und die vermehrt verfügbare Zeit an den Feiertagen dürfte für den Dezember ähnliche Peaks als Konsequenz haben. Unserer Meinung nach ist dies also trotz der ungewöhnlichen Vorzeichen der möglicherweise beste Zeitpunkt, über neue Themen und abwechslungsreiche Inhalte für die eigene Newsletter-Kommunikation nachzudenken. Oder gar den eigenen Stamm an Adressdaten zu erweitern. Die Größe des Verteilers und die Qualität der Kontakte eröffnet schließlich neben vielen Individualisierungsmöglichkeiten Potenzial für spannendes Storytelling. Nachfolgend stellen wir Ihnen drei Tipps für den Ausbau Ihrer Kontaktdatenbank vor.


E-Mail-Marketing Tipp Nr. 1 – das Potenzial der eigenen Website voll ausschöpfen

In der Regel ist die eigene Website der beste Kanal, um mit wenig Aufwand und ohne Mediakosten für mehr Newsletter-Abonnenten für erfolgreiches E-Mail-Marketing zu sorgen. Dabei geht es vor allem um die drei Schlagworte Sichtbarkeit, Einfachheit und Klarheit.

Sichtbarkeit meint schlicht dafür Sorge zu tragen, hinreichend viele und auffällig gestaltete Optionen für die Anmeldung zum Newsletter anzubieten. Einfachheit bezieht sich auf den gefühlten Aufwand, den ein Abonnent durchlaufen muss, bis er seine Anmeldung tätigen konnte. Und auch wenn für die Segmentierung natürlich mehr Informationen immer besser sind, gilt dennoch das Prinzip der Datensparsamkeit.

Nicht zuletzt sollten Sie bei der Gestaltung der Anmeldeseite sowohl die Benefits für die Nutzer als auch die grundlegende Kommunikation möglichst klar und zielgerichtet formulieren.

Machen Sie doch direkt den Praxistest: Wie schneidet Ihre Anmeldeseite im Vergleich mit der Mustervorlage ab? Wie viele der Empfehlungen haben Sie bereits umgesetzt und wo könnte noch ungenutztes Potential schlummern?

Tipp Nr. 2 – die eigene Reichweite nutzen

Wir haben es oben bereits angesprochen. Der Feed vieler sozialer Netzwerke ist überflutet mit unendlich viel, teils sehr aktuellem Content und vielen neuen Marktteilnehmern, die die digitalen Plattformen als neue Chance verstanden haben. Wenn Sie bereits über eine eigene Community verfügen, dann ist jetzt eine gute Zeit, den eigenen Newsletter in den Mittelpunkt zu rücken. Wer Ihnen auf Facebook und Co. folgt, ist in der Regel auch eher dazu geneigt, sich zusätzliche Informationen zu Ihrem Unternehmen, Ihren Produkten oder Dienstleistungen per Mail schicken zu lassen.

Außerdem haben Sie durch Ihre Community die Möglichkeit, dank Social Proof-Elementen ganz neue Kontakte anzusprechen. Und dabei zudem von positiven Bewertungen Ihrer Community zu profitieren.

Für den gezielten und schnellen Aufbau des eigenen Verteilers bieten Facebook und LinkedIn zwei unschlagbare Ad-Formate an, mit denen die eigene Reichweite gezielt ausgebaut werden kann. Beide Formular-Ads haben den großen Vorteil, dass die Plattformen die über die User bekannten Daten, wie z.B. die E-Mail-Adresse, bereits vorausfüllen. Damit ist die Hürde für die Anmeldung ungleich niedriger.

Tipp Nr. 3 – sich von praktischen Tools helfen lassen!

Von Chatbots bis Exit Intent Layer, es gibt einige spannende und nützliche Tools, die zu mehr Newsletter-Conversions führen. So erkennt der Exit Intent Layer die Bewegungen des Mauszeigers. Es öffnet sich, sobald sich dieser zu sehr einem anderen Tab oder gar dem “Schließen” Button nähert, ein entsprechendes Hinweisfenster mit der Anmeldung zum Newsletter. Ganz klar: Keiner mag Popups oder Overlays. Doch gleichzeitig bestechen sie durch unglaublich hohe Conversion Rates. Deshalb eignen sich Pop-ups gerade bei B2C hervorragend, um neue Abonnenten zu gewinnen.

Einen tollen Case dazu liefert finestgreen.de. Dort werden Besucher über den Chatbot gefragt, ob Sie sich für den Newsletter anmelden möchten. Sicherlich funktioniert dieses aggressive Vorgehen eher in B2C als im B2B.

Viel Erfolg beim Aufbau Ihres eigenen Verteilers und spannenden E-Mail-Marketing Kampagnen.

Robert Schaperjahn | Managing Director Interlutions Berlin

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